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Die österreichweite GND-Koordinationsstelle an der OBVSG

Die GND (Gemeinsame Normdatei) ist die deutschsprachige Normdatei für Personen, Körperschaften, Konferenzen, Geografika, Sachschlagwörter und Werktitel, die sowohl für die Benutzung (Recherche) als auch für die Sachbearbeitung von Medien erhebliche Vorteile bietet – obwohl ihr Mehrwert in vielen Fällen nicht sofort ersichtlich ist. Normdaten verbinden einerseits Personen und Körperschaften mit den von ihnen verfassten Dokumenten und ermöglichen andererseits die inhaltliche Beschreibung durch ein kontrolliertes Vokabular (Schlagworte). Mit der Erstellung von geprüften Normdaten werden Varianten bei Namen und Begriffen unter einer normierten Form zusammengeführt und mit weiteren Informationen ergänzt. Wichtig wird das z.B. bei unterschiedlichen Schreibweisen von Namen (Dostoevskij vs. Dostojewski oder Universität für Bodenkultur Wien vs. University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna), bei Synonymen (Mobiltelefon vs. Handy) oder Homonymen (Bank als Kreditinstitut vs. Bank als Sitzmöbel). Indem die GND für Eindeutigkeit sorgt, verbessert sie signifikant die Qualität von Metadaten. So ermöglicht sie eine quantitativ und qualitativ zuverlässige Recherche mit größtmöglicher Treffergenauigkeit, wie sie bei reiner Volltextsuche nicht möglich wäre.

Die GND wird an der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) vorgehalten, aber von allen deutschsprachigen Bibliotheksverbünden (inklusive OBV) und zahlreichen weiteren Institutionen kooperativ geführt. Um eine entsprechende nationale Zusammenarbeit zu gewährleisten, wurde an der OBVSG eine GND-Koordinationsstelle (1 VZÄ) eingerichtet. Diese besorgt die länderübergreifende Abstimmung sowie die Sammlung, Bündelung und Weitergabe aller relevanten Informationen. Sie gewährleistet u.a. die Endredaktion der im OBV neu erzeugten Datensätze oder die Korrekturen bereits bestehender Datensätze. Außerdem fungiert sie auf nationaler wie internationaler Ebene als zentrale Anlaufstelle. Finanziert wird die GND-Koordinationsstelle von allen OBV-Verbundmitgliedern gemeinsam auf Basis eines neu erarbeiteten Kostenschlüssels. Die Finanzierung für die Jahre 2017-19 konnte jüngst vereinbart werden.

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